Auszüge aus dem Interview mit DIK in der Zeitschrift BF:

Überschrift und Text auf Bild mit Renate Künast, Denis Kokorin, Donato Plögert und Volker Beck:

DIK in Berlin Der Lead-Sänger der Gruppe "DIK", Denis Kokorin, nahm als Moskauer Vertreter der Szene am Christopher Street Day 2014 in Berlin teil.

BF | Wer hat Sie zum CSD in Berlin eingeladen?

Denis: Ich wurde von einer Organisation namens Raduga-Brücke eingeladen. Diese fungiert als Brücke der Freunschaft zwischen den LGBT-Communities in Berlin und Moskau. Ich nahm dort an mehreren Veranstaltungen teil.

BF | Was können Sie uns über die Organisation der Veranstaltung sagen?

Denis: Die gesamte Veranstaltung des CSD war gut organisiert. Aber in Sachen Raduga-Brücke gab es eine Menge von seltsamen Situationen und viel offene und umstrittene Fragen. Aber das macht jetzt keinen Sinn mehr, darüber groß zu reden. Die etwaigen Mängel in Sachen Organisation werden kompensiert durch die Organisation und die grenzenlose Freundlichkeit der Menschen in Berlin und vor allem der Kollegialität unter den Kollegen dort. Für mich war das ein nicht endender Strom von positiven Emotionen, so wie ein schöner Urlaub.

BF | Wie war die Reaktion der Öffentlichkeit auf Ihre Leistung?

Denis: Während meines Aufenthaltes in Berlin hatte ich mehrere völlig verschiedene Auftritte - von klein bis ganz groß auf der Hauptbühne des CSD. Auf den kleinen Bühnen hat es aber vom Publikum her mehr Spaß gemacht. Und ich wurde von Seiten der Veranstalter aufgefordert, nicht nur in Englisch, sondern auch in Russisch zu singen, damit man etwas mehr von der russischen Kultur zeigen konnte, auch wenn das Publikum natürlich nicht viel Russisch versteht bzw. verstanden hat. Sie versuchten aber trotzdem immer, die Energie und den Sinn der Lieder als Ganzes zu verstehen und auch ein wenig mitzumachen. Einschränkungen gab es künstlerisch überhaupt nicht.

BF | Wie muss man sich das Publikum in Berlin vorstellen?

Denis: Es war da jedes Alter vertreten, von ganz jung bis zu den Rentnern, das fand ich sehr gut und überraschend. Im Rahmen meines Besuches in Berlin wurde auch noch ein Duett organisiert und aufgenommen mit der Sanges-Legende Donato Plögert. Das Lied heisst "Liebe lässt sich nicht verbieten" und wird in drei Sprachen - Englisch, Deutsch und Russisch - gesungen. Es ist zugleich der Song für die deutsch-russische Freundschaft der LGBT-Community, der im September nun in Deutschland auf CD veröffentlicht wird. Daher werde ich dann zur Premiere des Liedes auch wieder nach Berlin fahren und sicherlich danach auch noch öfter dort zu Gast sein. Wir haben den Song im Studio von Andreas Koch aufgenommen, der schon viele berühmte Künstler in seinem Studio zu Gast hatte. Nun wird noch ein weiteres Lied erscheinen unter dem Titel "All is full of love", das ich auch mit Donato Plögert aufnehmen werde. Es ist ein Lied, das sehr positiv, locker und fröhlich ist, ein Lied, bei dem die Menschen mitmachen und mittanzen können.